
1.) Die Idee zur Diskussion und Erstellung eines Schulprogramms am Förderzentrum Hof entwickelte sich in den Jahren 2006 bis 2008; in den Schuljahren 2008/2009 bis 2010/2011 entstand die vorliegende Fassung.
2.) Das Schulprogramm soll die Verschriftlichung der schulischen Selbstdefinition und Zielsetzung enthalten und u.a. folgende Funktionen erfüllen:
3.) Um diese Funktionen auch im Hinblick auf Schulentwicklung wirksam werden zu lassen, war eine intensive Kooperation zwischen allen an der Schule Beteiligten erforderlich. Konkret umgesetzt wurde dies im arbeitsteiligen Verfahren. Alle Kolleginnen und Kollegen der Schule waren in Arbeitsgruppen mit den ausgewählten Themenbereichen beschäftigt, die dort erstellt, vielfach überarbeitet wurden und nunmehr vorgestellt werden.
4.) Als für die Arbeit am Förderzentrum wesentlich bestimmende Konstituenten wurden die Themen „Schulträger“, „Organisation“, „Personal“, „Eltern“, „Integration (Inklusion)“, „Unterricht und Erziehung“ und „Kooperation“ ausgewählt.
5.) Die Form des Schulprogramms wurde bewusst gewählt. Die linke Spalte enthält jeweils Haltungen und Einstellungen, die in der rechten Spalte i.d.R. eine konkrete Auslegung erfahren. Keineswegs erhebt dieses Verfahren Anspruch auf Objektivität oder Vollständigkeit. Vielmehr repräsentiert es die momentan gegebene Objektivität und die aktuelle Sichtweise des Kollegiums des Förderzentrums Hof. Eine dynamische Fortentwicklung des Programms ist nicht nur wünschenswert, dem Kollegium vielmehr obligatorisch aufgegeben. Schulentwicklung ist eine geplante ziel- und zweckgebundene Veränderung oder Innovation. Mit ihr verbunden ist auch die persönliche (Weiter-)Entwicklung oder Professionalisierung der einzelnen in der Schule tätigen Personen. Erkannt werden muss auch, dass sich das Schulprogramm in Zukunft unter Einbezug neuer sonderpädagogischer Erkenntnisse, ebenso politischer, gesellschaftlicher und rechtlicher Einflüsse weiterzuentwickeln hat.
6.) Bei der Erstellung eines Schulprogramms an einem Sonderpädagogischen Förderzentrum ist ganz besonderen Schwierigkeiten zu begegnen, u.a. deswegen, weil das deutsche Sonderschulwesen in Europa eher eine Ausnahme darstellt und sich wohl mehr und mehr in einer Legitimationskrise befindet. Das vorliegende Schulprogramm wird dieser Tatsache dadurch gerecht, dass es den Arbeitsbereich „Integration (Inklusion)“ besonders herausstellt, indem es z.B. die Positionen der UN-Konvention 2007 über die Rechte behinderter Menschen aufnimmt und Umsetzungsmöglichkeiten vor Ort vorschlägt.
7.) Der Leitsatz „Wir helfen Kindern und Jugendlichen mit besonderen Bedürfnissen in ein möglichst selbstbestimmtes Leben“ hat für die Arbeit des Förderzentrums zentrale Bedeutung und spiegelt sich deshalb auch in den Überschriften aller Themengebiete wider. Zudem weist er auf die herausragende Bedeutung der Subsidiarität im sonderpädagogischen Schulsystem hin.
8.) Da zu den Schwerpunkten der Erstellung eines Schulprogramms eine möglichst kooperative, richtlinien- und lehrplanbezogene langfristige Bestandsaufnahme, Zielklärung, Planung und Dokumentation der Schulentwicklung unter Berücksichtigung spezifischer Bedingungen vor Ort und die Formulierung konkreter Handlungskonzepte sowie ihre Evaluation gehört, ist für die Zukunft eine Konkretisierung der vorgestellten Entwürfe geplant.